Outdoor Ausstellung an Roßauer Lände – ViennA AustriA WieN Österreich <3 Fremd bin ich gekommen

Outdoor Ausstellung an Roßauer Lände - WieN AustriA ViennA Österreich - FreDas Leben lehrt, das Lachen korrigiert - Oleksii Odnolkin neben Donaukanalmd bin ich gekommen

Das Leben lehrt, das Lachen korrigiert – Oleksii Odnolkin an Roßauer Lände – WieN AustriA ViennA Österreich. Outdoor Ausstellung.

 

Outdoor Ausstellung – ViennA AustriA WieN – Roßauer Lände – Fremd bin ich gekommen

 

Fremd bin ich gekommen. Fotofrafien und Interviews von Alexandra Pawloff

Fremd bin ich gekommen. Fotofrafien und Interviews von Alexandra Pawloff

 

Wer sind die „Fremden“ in unserem Bezirk?

 

Was ist fremd?

Wann fühle ich mich an einem Ort zuhause?

 

Die Porträtfotografin und Buchautorin Aleksandra Pawloff,

Französin russischen Ursprungs und seit vielen Jahren in Wien beheimatet,

hat BewohnerInnen des neunten Bezirks mit Wurzeln in aller Welt forografiert und befragt.

 

Fremd bin ich gekommen

Fotografien und Interviews von Aleksandra Pawloff

Ausstellung ab Sonntag 21. März, 14 Uhr.

 

Ehrenschutz: Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer, Mag. Soya Ahmad, Bezirksvorsteherin

 

Ort: 1090 Wien, Rossauer Lände Trainingspark ISW

am Donaukanal flußaufwärts Siemens Nixdorf Steg.

Roßauer Lände – Trainingspark ISWISW

 

Ausstellungsdauer: 21.3.2021 bis 21.10.2021

Die Ausstellung ist frei zugänglich.

 

Diese Ausstellung wird von der Kulturförderung

des 9. Bezirks und der Stadt Wien unterstützt.

 

Aleksandra Pawloff, Fotografin

www.pawloff.comISW

 

BÜCHER
Mittendrin, Styria Verlag, 2016
Selbst Bewusst, Frauen die ihren
Weg gehen, Metro Verlag, 2014

 

Fotos: Aleksandra Pawloff

Gestaltung: Alexander Ach Schuh

 

Stadt WieN Kultur

Die Stadt gehört Dir

 

International Street Workout ISW - Österreich Wien - Vienna Austria - Donaukanal - Von Roßauer Lände zum Hofburg und Heinz Fischer

Von Roßauer Lände zum Hofburg – Oleksii Odnolkin mit Bundespräsident Heinz Fischer, Margit Fischer und Maria Theresia von Österreich

 

Ein Lachen ist der Kürzeste Kontakt zwischen zwei Menschen - Oleksii Odnolkin an Roßauer Lände

Ein Lachen ist der Kürzeste Kontakt zwischen zwei Menschen – Oleksii Odnolkin an Roßauer Lände

 

THUY HANG HOANG - Diplomierte Krankenschwester im Palliativbereich

THUY HANG HOANG – Diplomierte Krankenschwester im Palliativbereich

 

Ich bin in Hong Kong geboren.

Dort hat meine Familie auf der Flucht aus Vietnam eine Rast eingelegt.

Sie sind mit vielen anderen zusammengepfercht

auf einem Boot übers Meer dorthin gekommen.

Es gibt in der Familie eine gewisse Scheu darüber zu sprechen,

und ich will mit meinen Fragen keine unangenehmen Emotionen wecken.

2012 bin ich mit meinen Eltern das erste Mal nach Vietnam gefahren.

Obwohl mein Vater kaum mehr sehen kann,

hat er sich während unserer Zugfahrt an alle Details seiner letzten Fahrt erinnert.

Das Asiatische wie ich es in meiner Familie erlebt habe,

ist mir zu einengend gewesen.

Ich habe viel Strenge erfahren.

Man muss immer freundlich und höflich sein und die Eltern ehren,

aber dabei geht es mehr um ein Bild das man nach außen zeigt,

als um eine innere Überzeugung.

Ich habe oft darüber nachgedacht,

ob ich Österreicherin oder Vietnamesin bin.

Später habe ich das dann erweitert auf die Frage,

ob ich Europäerin oder Asiatin bin.

Heute fühle ich mich als Europäerin.

Wenn ich als Krankenschwester in eine Wohnung komme,

machen mir viele Menschen Komplimente über mein gutes Deutsch.

Für mich grenzt das an Beleidigung.

Ich bin doch kein kleines Kind, das man loben muss.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

Wenn Ausstrahlung zurückstrahlt, dann ist sie perfekt. ViennA WieN AustriA Österreich - Roßauer Lände

Wenn Ausstrahlung zurückstrahlt, dann ist sie perfekt. ViennA WieN AustriA Österreich – Roßauer Lände

 

MARIE THERESE ESCRIBANO - Sängerin und Erzählerin

MARIE THERESE ESCRIBANO – Sängerin und Erzählerin

 

Ich bin in Frankreich und Spanien aufgewachsen.

In Spanien habe ich die Französische Schule besucht.

Das war eine kulturelle Oase in der Zeit der Franco-Diktatur.

Es ist immer mein Traum gewesen, Sängerin zu werden.

Vielleicht habe ich mir auch das Singen ausgesucht,

weil ich immer so eine große Sehnsucht nach Freiheit gehabt habe.

In Brüssel, wo ich das Musikkonservatorium besucht habe,

war die Wiener Staatsoper zu Gast.

Die Aufführungen haben mich so verzaubert,

dass ich 1955 nach Österreich auf die Musikakademie gegangen bin.

Wien ist damals dunkel und kalt gewesen,

aber wir StudentInnen, sind durch Stipendien und Essensbons unterstützt worden.

Als Sängerin bist du damals etwas Besonderes gewesen.

Solange ich nur gesungen habe, habe ich als Frau nie Probleme gehabt.

Als ich begonnen habe, mit zwei Kollegen gemeinsam Regie zu führen,

ist in der Zeitung gestanden, dass ich Regieassistentin bin.

Damals habe ich begriffen, dass wir weit entfernt von Gleichbehandlung sind.

Mein Lebensmensch Erwin ist Jude gewesen.

Wir haben das Fremdsein beide erlebt.

Das hat mir die Unfreundlichkeit der Wiener versüßt.

Das Herzliche und Fröhliche in Spanien geht mir ab.

Ich gehöre zu keinem Land und der typische Wiener ist mir immer noch fremd.

Aber wenn ich Schubert höre, dann spüre ich einen Teil von Wien, der sich in mir vertieft.

Das macht mich dann doch zur Wienerin.

Und das Wiener Publikum ist das wärmste, das ich kenne.

In dieser Hinsicht ist Österreich doch eine Kulturnation.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

WALIDULLAH AFZALI - Inhaber des Lebensmittelgeschäfts Liebling

WALIDULLAH AFZALI – Inhaber des Lebensmittelgeschäfts Liebling

 

Ich bin in Afghanistans Hauptstadt, Kabul geboren.

Wegen des Krieges konnte ich nur mit Unterbrechungen in die Schule gehen.

Nach der Matura habe ich Business Administration studiert und in Kabul ein Modegeschäft aufgemacht.

Aber die Taliban haben alles kontrolliert und man war nie sicher, ob man den Tag übersteht.

Ich habe schlimme Dinge erlebt.

Ich versuche nicht daran zu denken.

Ich hätte nie gedacht, dass es so ein ruhiges Land gibt wie Österreich.

Ganz ohne Waffen.

Nach meinen zwei negativen Aufenthalts-bescheiden sind mir vor lauter Stress die Haare ausgefallen.

Früher bin ich ein fröhlicher Mensch gewesen, aber diese Zeit hat mich verändert.

Ich wollte studieren oder arbeiten, aber ich durfte nicht.

Als ich endlich die Aufenthalts-genehmigung bekommen habe,

konnte ich den Pflichtschulabschluss nachholen.

In der Zeit habe ich meine Frau kennen gelernt, eine Ergotherapeutin aus Salzburg.

Das war 2017, Liebe auf den ersten Blick.

Eine Woche davor ist meine Mutter gestorben und ich habe sie nicht besuchen können, das war schlimm.

Meine Frau hat mir sehr geholfen, wir haben viel geredet, auch über unsere verschiedenen Kulturen.

Ich habe in einem Biolebensmittelgeschäft Arbeit gefunden und es letztes Jahr übernommen.

Meine Frau und ich arbeiten praktisch immer, aber irgendwann werden wir hoffentlich Kinder haben können.

Als Kind war es mein Ziel, ein guter und erfolgreicher Mensch zu werden.

Dieser Gedanke hilft mir.

Ich weiß mittlerweile, dass man mit Geduld auch große Schwierigkeiten überwinden kann.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

SEVGI BAL - Ärztin und Kinderimmunologin

SEVGI BAL – Ärztin und Kinderimmunologin

 

Ich stamme aus Ankara

und bin eine auf Immunologie spezialisierte Kinderärztin.

2017 bin ich an die Kinderkrebsforschung in das St. Anna Kinderspital geholt worden.

Ich mag die Arbeitsstimmung

und wir sind auch privat miteinander befreundet.

Nachdem ich sehr viel arbeite,

habe ich auch kaum die Möglichkeit,

andere Menschen kennen zu lernen.

Wien fühlt sich friedlich an

und ruhig

und ich schätze die überall präsente Kultur.

Nur die Bürokratie ist ausufernd,

vor allem für mich als türkische Staatsbürgerin.

Allein für meine Aufenthaltsbewilligung muss ich jedes Jahr

eine unglaubliche Menge an persönlichen Dokumenten vorlegen.

Die KollegInnen hier am Institut stammen aus vielen verschiedenen Ländern.

Das ist bereichernd und,

egal woher wir kommen,

wir haben alle dasselbe Ziel.

Das gibt mir ein Gefühl von Zugehörigkeit unabhängig von unserer Herkunft.

Viele Menschen haben eine festgefahrene,

etwas überhebliche Meinung über die autoritäre Entwicklung in meinem Land

und erklären sich diese mit der Religion in der Türkei.

Das ist kränkend und ärgerlich.

Sie tun so,

als wäre der Rechtsruck ein Problem islamischer Länder,

aber niemand erklärt die Entwicklung in Polen oder Ungarn mit dem Christentum.

Ich denke, die gegenseitige Entfremdung von Menschen beginnt damit,

dass sie sich auf ihre Unterschiede konzentrieren.

Ich fokussiere mich lieber auf unsere Gemeinsamkeiten

und gerade hier in meiner Arbeit in der Kinderkrebsforschung,

erlebe ich, wie fruchtbar das ist.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

KENAN YESILYURT - Bereichsleiter Sonderreinigung

KENAN YESILYURT – Bereichsleiter Sonderreinigung

 

Daheim in der Türkei, wo ich aufgewachsen bin,

habe ich zwar die Zulassungsprüfung für die Universität gemacht,

aber bin dann zu meinem Vater nach Wien gezogen.

Nach ein paar Deutschkursen habe ich die Arbeitserlaubnis bekommen

und angefangen als Reinigungskraft zu arbeiten.

Ich habe Häuser und Fenster geputzt.

Vielleicht habe ich Glück gehabt,

ich bin immer freundlich behandelt worden

und habe langsam begonnen,

mich in Österreich heimisch zu fühlen.

Meine Frau stammt aus meinem Dorf.

2005 haben wir geheiratet und zwei Kinder bekommen.

Jetzt arbeitet sie in der selben Firma wie ich.

Seit zwei Wochen habe ich Urlaub und kümmere mich alleine um unsere Kinder.

Hausfrau ist ein schwerer Beruf, vor allem jetzt, wo es keine Schule gibt.

Wir sind Kurden, aber das war, in der Zentraltürkei zum Glück nie ein Thema.

Mein bester Freund ist Türke.

Das ist nicht so wie im Osten,

wo immer unterschwellig Krieg herrscht.

Ich bin noch immer Türke,

weil es so kompliziert und teuer ist,

Österreicher zu werden.

Dabei lebe und arbeite ich seit 20 Jahren hier

und habe den Staat Österreich noch nie etwas gekostet.

In erster Linie fühle ich mich als Kurde,

gleichzeitig liebe ich Wien und habe auch heimatliche Gefühle zur Türkei.

Ich bin zufrieden mit meinem Leben, mit meiner Arbeit,

meiner Familie und mit meiner österreichischen Chefin.

Sie ist wie eine Schwester für mich.

Die Politiker sollten keine künstlichen Probleme schaffen,

dann würden die Menschen viel besser miteinander auskommen.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

NASHAT AL-ZUBAIDI - Praktischer Arzt

NASHAT AL-ZUBAIDI – Praktischer Arzt

 

Ich bin in Iraks Hauptstadt, Bagdad, geboren

und 1961 nach der Matura als 18 Jähriger nach Wien gekommen,

um Medizin zu studieren.

Klo und Wasser waren am Gang,

jedes zweite Haus war noch vom Krieg zerstört

und ich musste ins Tröpferlbad gehen, um mich zu waschen.

Ich hatte das Gefühl in der Zeit zurückgereist zu sein.

Die Familie hat mir gefehlt, unser schönes Haus,

meine Muttersprache und das gemüsereiche Essen.

Damals sind die ausländischen Studenten respektiert worden.

Ende der 60er Jahre, als die Arbeiter aus Jugoslawien gekommen sind, ist die Stimmung gekippt.

Bei den Zimmerannoncen stand oft: „Keine Orientalen.“

Ich habe studiert und gleichzeitig in einer Fabrik und später als Pfleger im Spital gearbeitet.

Bis 1975 wollte ich nicht Österreicher werden,

weil ich immer vorhatte, zurück zu gehen.

Aber ich habe geheiratet und bin hier heimisch geworden.

Heute fühle ich mich in Bagdad fremder als in Wien.

Leider hat sich die Einstellung vieler Wiener gegenüber AusländerInnen kaum verändert.

Jeder vierte Wiener hat eine ausländerfeindliche Partei gewählt.

Bis heute spüre ich die Vorbehalte von Kollegen und Fremden mir gegenüber.

Dabei sagen mir viele, ich sei österreichischer als die ÖsterreicherInnen.

Meine Heimat ist der Irak, mein Zuhause ist Wien

und ich finde mich auf der ganzen Welt zurecht.

Meine Heimat trage ich in meinem Herzen

und das ist kein Widerspruch dazu, Österreicher zu sein.

In erster Linie bin ich ein Mensch.

Und ich finde Heimat ist genau so eine Privatsache wie Religion.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

SABRIA LAGOUN - Neurowissenschaftlerin

SABRIA LAGOUN – Neurowissenschaftlerin

 

Meine Eltern stammen aus Algerien

und sind 1989 nach Frankreich gegangen,

um ihr Doktoratsstudium fertig zu machen.

Dort bin ich geboren.

Meine Eltern haben immer sehr viel studiert und gearbeitet

und ich bin in der Überzeugung aufgewachsen,

dass ich Nichts bin, wenn ich nicht die Beste bin.

Denn es ist klar gewesen,

dass jeder Arbeitgeber zuerst den Mann vor der Frau

und immer den Franzosen vor der Araberin aussuchen wird.

Ich habe oft gehört, dass ich zurück in mein Land gehen soll.

In Wien muss ich mich neu definieren.

Woher komme ich?

Aus dem Land, in dem ich aufgewachsen bin

oder aus dem Land, aus dem ich stamme?

Ich habe einen DNA Test machen lassen.

Viele Algerier sind zu 20 Prozent Spanier oder Italiener.

Es gibt keine genetische Reinheit.

Der Mensch hat sich vom Horn von Afrika über die ganze Welt verbreitet.

In Österreich ist nicht sosehr meine Herkunft das Problem,

sondern meine Religion.

Ich passe nicht in das Stereotyp einer Muslima

und viele erwarten deshalb, dass ich meine Religion verleugne.

Ich bin gläubig und gleichzeitig Wissenschaftlerin

und eine unabhängige und gleichberechtigte Frau.

Es gibt viele von uns und ich möchte als Muslima nicht in eine Schublade gesteckt werden.

Die Araber haben die Astronomie, die Mathematik und die Medizin nach Europa gebracht.

Das hat man hier vergessen.

„Die Tinte des Wissenschaftlers ist heiliger als das Blut des Märtyrers“

ist ein Spruch des Propheten Mohammed.

In diesem Glauben bin ich aufgewachsen.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

SUELA METZ - Pflegeassistentin in einem Tagesheim

SUELA METZ – Pflegeassistentin in einem Tagesheim

 

Ich bin in Tirana, der Hauptstadt Albaniens, geboren

und dort ins Musikgymnasium gegangen.

Danach habe ich klassischen Gesang studiert

und viel auf Festivals und Konzerten gesungen.

Mit 22 Jahren bin ich nach Wien gegangen.

Ich habe albanische Volksmusik gesungen,

die Liebe gefunden,

meine Tochter bekommen und bin hier geblieben.

Am Anfang habe ich großes Heimweh gehabt nach der albanischen Lebendigkeit.

Ich habe Österreich als sehr dunkel empfunden,

obwohl ich auch viele tolle ÖsterreicherInnen kennengelernt habe.

Wegen der Oper,

der vielen Konzerte

und meiner albanischen Freunde

in der Musikszene habe ich mich entschieden zu bleiben.

Vor Corona bin ich zwei Mal im Jahr nach Albanien gefahren.

Das ist mir sehr wichtig, um meine Freunde und die Familie zu sehen.

Es ist lustig und lebendig dort und ich fühle mich richtig aufgeladen,

wenn ich wieder zurück nach Wien komme.

Der soziale Bereich hat mich immer schon angezogen

und ich habe die Ausbildung zur Pflegeassistentin und Fachsozialbetreuung gemacht.

Mein Temperament und mein Humor sind mediterran,

auch meine positive Lebenseinstellung.

Das überträgt sich auf meine Gäste.

In meinem Herzen bin ich eine Künstlerin

und integriere Musik und Tanz in meine Arbeit.

Die Menschen werden dadurch fröhlich und entspannt.

Bei uns in Albanien sind die Familienbande sehr stark,

die Angehörigen werden daheim gepflegt und betreut.

Das macht mir die Arbeit mit alten Menschen vertraut und leicht.

Heute ist Österreich meine Heimat, und Albanien wird es auch immer bleiben.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

MALICK NALIYE - Koch und Barkeeper im Mittendrin

MALICK NALIYE – Koch und Barkeeper im Mittendrin

 

Ich bin am Meer in Senegal geboren,

meine Mutter hat auf dem Markt als Verkäuferin gearbeitet,

mein Vater bei der Post.

Im Senegal habe ich eine Schneiderei gehabt und oft für österreichische Kunden genäht.

1995 bin ich nach Wien gekommen,

um hier eine Filiale zu eröffnen,

aber eineigenes Geschäft ist ein großes Risiko und mit vielen Auflagen verbunden.

Ich bin auch nicht sicher gewesen, ob ich bleiben will.

Damals hat es wenige Schwarze in Österreich gegeben

und ich habe viel Rassismus erlebt

und bin immer wieder beschimpft worden.

Ich denke ganz anders,

denn wir Menschen sind von unseren Müttern auf die Welt gebracht worden,

aber geschaffen hat uns Gott,

so wie er alle Kreaturen geschaffen hat.

Was wollen wir mit all den Kämpfen und dem Hass?

Das ist total sinnlos,

niemand ist besser,

wir sind alle Menschen.

Es ist traurig,

dass Politiker versuchen die Menschen zu trennen,

anstatt zu einen,

um ihre Macht zu vergrößern.

Ich bin seit 25 Jahren in Österreich und habe zwei Kinder.

Österreich ist mein Zuhause.

Im Senegal wäre mein Leben einfacher und ruhiger.

Wenn meine Kinder groß sind und ich in Pension bin,

dann gehe ich dorthin zurück.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

HUMAN VAHDANI - Bereichsleiter Tageszentren und Wohnungen bei der Caritas Socialis

HUMAN VAHDANI – Bereichsleiter Tageszentren und Wohnungen bei der Caritas Socialis

 

Ich bin in Wien geboren

und zwischen Wien und Teheran gependelt,

woher mein Vater stammt,

bis Khomeini an die Macht gekommen ist.

Damals ist Teheran lebendig,

bunt und frei gewesen,

während Wien in meiner Erinnerung düster gewesen ist,

mit dunklen Gebäuden und von alten unfreundlichen Frauen bewohnt.

Ich habe mich dennoch wohlgefühlt,

denn ich bin in eine internationale Schule gegangen.

In Wien war ich Österreicher und im Iran Iraner.

Ich mag den Iran, aber er ist nicht meins,

obwohl ich mit dem Credo vieler Iraner aufgewachsen bin,

dass Persien das kulturelle Zentrum der Welt ist.

In dieser Hinsicht sind einander Persien und Österreich ähnlich:

beide Länder haben eine große Vergangenheit

und heute ist ihre Bedeutung geschrumpft.

Wien ist meine Heimat

und ich liebe sie mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Als Führungskraft hilft mir mein Hintergrund,

denn in der Pflege kommen viele Menschen aus verschiedenen Kulturen

und ich kann mich gut auf sie einstellen.

Meine persische Familie ist in der ganzen Welt verstreut.

Meine Tante hat in Los Angeles, Paris, Teheran, Lausanne und hier gelebt

und empfindet Wien im Vergleich als unglaublich international mit einem mediterranen Flair.

Und doch ist es die Stadt, findet sie, die am wenigsten stolz auf ihre Vielfalt ist.

Das ist auch meine Meinung.

Wien wird gerade zur Weltstadt aber mir scheint,

die Wiener wollen ihr Dorf zurück.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

OSMAN DAUTOVIC - IT Techniker, Shop Leiter von Connecting World

OSMAN DAUTOVIC – IT Techniker, Shop Leiter von Connecting World

 

Mit 14 Jahren bin ich mit meinen Eltern aus Bosnien nach Österreich gezogen.

Hier ist es wichtig gewesen, wo jemand herkommt, wichtiger als damals in Bosnien.

Ich habe nicht gewusst, dass es so viele Nationen und Religionen bei uns gibt.

Mein Vater hat auch nie vom Krieg erzählt.

Er hat nie gehetzt. Die im Krieg waren hetzen sowieso weniger als Andere.

Meine Verlobte ist eine katholische Kroatin und stammt aus Bosnien,

ich bin Moslem und nicht sehr gläubig.

Unsere bosnische moslemische Religion ist sehr liberal.

Unterm Strich sind alle Religionen sehr ähnlich.

Für mich sind die echten Gläubigen,

die das für sich machen und sich nicht um die Religion anderer Menschen kümmern.

Wenn man in ein neues Land geht,

sollte man das Eigene beibehalten und sich gleichzeitig anpassen.

Das Neue respektieren und fertig.

Meine Kinder sollen auch einmal Moslems werden.

Für mich ist das eine Frage der kulturellen Identität,

das hat nicht viel mit Religion zu tun.

Ich bin Bosnier und werde es bleiben,

obwohl ich Österreich liebe.

Wenn es die Doppelstaatsbürgerschaft gäbe,

würde ich sofort darum ansuchen.

Beim Fußball bin ich fast immer für Österreich,

außer sie spielen gegen Bosnien,

dann bin ich ein bisschen mehr für Bosnien.

Wenn dann Österreich gewinnt,

denke ich mir, gut dass Österreich gewonnen hat und nicht ein anderes Land.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

FREMD BIN ICH GEKOMMEN, Fotografien und Interviews von Aleksandra Pawloff

 

FREMD BIN ICH GEKOMMEN

FREMD BIN ICH GEKOMMEN

 

Fotografien und Interviews von Aleksandra Pawloff

 

Nach diesem schwierigen Jahr gilt es,

wieder Mut zu machen und auf unsere Stärken zu besinnen.

Eine davon ist die Diversität in unserem Bezirk.

Wie in ganz Wien leben und arbeiten auch im Alsergrund viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Viele von ihnen haben mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz dazu beigetragen, dieses Jahr zu überstehen.

 

Ich möchte daran erinnern,

dass Wien wie alle Städte dieser Welt

durch Zuwanderung entstanden ist

und sich durch Zuwanderung weiter entwickelt.

 

Im 16. Jahrhundert verglich der Dichter Wolfgang Schmeltzl Wien

wegen seines Sprachengewirrs mit dem biblischen Babel.

 

Wiens Architektur, die Speisen,

die Kunst und die Wissenschaft

sind durch die Symbiose von alt und neu,

fremd und vertraut entstanden.

 

Heute hat rund die Hälfte alle WienerInnen Migrationshintergrund.

Wien erlebte immer wieder größere Einwanderungswellen.

1956 flüchteten 180.000 Ungarinnen nach Wien.

In den 60er Jahren wanderten rund 265.000 Menschen aus der Türkei und Jugoslawien nach Österreich ein

und trugen mit ihrer Arbeit viel zum österreichischen Konjunkturaufschwung bei.

Viele von ihnen ließen siche in Wien nieder.

2015 stellten mehr als 88.00 Menschen, auf der Flucht vor Krieg und Elend,

vor allem aus Syrien und Afghanistan, in Österreich einen Asylantrag, 2020 waren es 14.192.

 

Und doch nimmt die Ausländerfeindlichkeit

sowohl in den Medien als auch in der Politik einen immer hetzerischen Ton an.

 

Das ist eine bedrohliche Entwicklung,

denn die größten Gräueltaten der Geschichte begannen

mit der Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen

und endeten im Zweiten Weltkrieg mit dem Mord an sechs Millionen Juden und Roma.

Unter den Opfern und den Tätern waren viele WienerInnen.

 

Ich lade Sie ein:

lernen wir die sogenannten Fremden,

die alten und die neuen,

in unserem Bezirk kennen.

 

Tragen wir dazu bei,

dass Wien eine lebendige,

freie und sich weiter entwickelnde Stadt bleibt.

Lassen wir uns nicht verhetzen.

 

Aleksandra Pawloff

 

In der Ausstellungsreihe FREMD BIN ICH GEKOMMEN

präsentiert Aleksandra Pawloff WienerInnen mit Migrationshintergrund aus den jeweiligen Bezirken

die Ausstellungen haben seit 2017 im 3., 4., 5., 7., 9., 12., und 18. Bezirk stattgefunden.

Diese Ausstellung wurde von der Kulturförderung des 9. Bezirk in der Stadt Wien unterstützt.

 

Kultur Stadt Wien

 

JELENA JANKOWIC - Verkäuferin im Lebensmittelhandel

JELENA JANKOWIC – Verkäuferin im Lebensmittelhandel

 

Ich bin in einer kleinen serbischen Stadt geboren.

Mein Mann stammt aus Serbien,

aber er ist in Wien aufgewachsen und ich bin nach der Hochzeit mit ihm hergezogen.

Deutsch habe ich nicht gekonnt,

mein Mann hat viel gearbeitet,

ich bin oft alleine gewesen

und habe mich nicht getraut,

diese große Stadt zu erkunden.

Sobald ich mein Visum bekommen habe,

bin ich als Verkäuferin arbeiten gegangen.

Seit ich 13 Jahre alt bin, habe ich täglich im Geschäft meines Vater ausgeholfen.

Mein Leben kann ich mir ohne Arbeiten nicht vorstellen.

Ich mag meinen Beruf, auch wenn es nicht immer leicht ist,

wenn KundInnen einen unfreundlich behandeln.

Das kommt leider immer wieder einmal vor.

Es wäre schön, wenn alle respektvoll miteinander umgehen könnten.

Nach einer Weile habe ich Freunde gefunden

und seitdem unsere Tochter Thea vor vier Jahren auf die Welt gekommen ist,

fühle ich mich in Wien viel besser.

Wegen Corona bin ich schon seit acht Monaten nicht mehr in Serbien gewesen.

Das fehlt mir.

Im Grunde fühle ich mich nicht besonders serbisch,

eher jugoslawisch.

Wir sind alle verwandt, nur die Religion unterscheidet uns.

Wenn ich einmal in Pension bin,

würde ich gerne in Serbien leben,

aber ich bin eine Balkanmutter,

ich werde da sein,

wo meine Tochter ist.

Mein Herz hat zwei Heimaten und wo immer ich bin,

vermisse ich den anderen Ort.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

RÉMI TCHOKOTHE - Tenure-Track Professor für Vergleichende Afrikanische Literaturen

RÉMI TCHOKOTHE – Tenure-Track Professor für Vergleichende Afrikanische Literaturen

 

Ich bin in Douala in Kamerun geboren.

Ab meinem siebten Lebensjahr habe ich meiner Mutter am Markt assistiert.

Von ihr, der ersten Königin meines Herzens,

habe ich gelernt, überzeugend aufzutreten.

Die Arbeit hat auch meinen Sinn für Sprachen gefördert,

denn je mehr ich konnte, umso besser habe ich verkauft.

Die Sprachen sind zu meiner Leidenschaft geworden

und ich habe allgemeine Sprachwissenschaft

und englische Literatur an der Universität Buea studiert,

wo ich meine Frau kennengelernt habe, eine Chemnitzerin.

Es war klar, dass wir unser Leben miteinander verbringen wollen

und ich bin 2002 zu ihr nach Deutschland gezogen.

Ihre enge Familie hat mich herzlich willkommen geheißen.

Andere haben Zeit gebraucht um zu verstehen,

dass ich auch nur ein Mensch bin und noch dazu kein Idiot.

Daheim war ich einfach ein Mensch,

Europa hat mich zu einem schwarzen Menschen gemacht.

In den ersten Jahren habe ich darunter gelitten,

aber irgendwann habe ich gelernt,

mit diesem Blick auf mich als dunkelhäutigen Mann,

aber nicht in ihm, zu leben.

Ich bin nicht das Problem,

die anderen sind das Problem

und sie sollen es bitte lösen.

Mittlerweile haben wir drei Kinder,

meine Frau ist Gymnasiallehrerin.

Ich war sieben Jahre wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Afrikanistik II in Bayreuth

und bin seit Herbst 2020 Tenure-Track Professor an der Universität Wien.

Der Austausch mit den StudentInnen ist sehr intensiv.

Das freut mich, hier wächst eine offene und wissenshungrige Generation heran.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

JULIANA COZMA - Reinigungsfrau

JULIANA COZMA – Reinigungsfrau

 

Ich bin in Rumänien aufgewachsen

und habe dort mein eigenes Restaurant geführt.

Mein Mann ist Elektriker.

Er hat 2012 eine gute Stelle in Österreich bekommen

und wir sind mit unseren Kindern,

die damals neun und 16 Jahre alt waren, hergezogen.

Ich habe ganztags in einer Reinigungsfirma gearbeitet und dadurch Deutsch gelernt.

Mein kleiner Sohn hat großes Glück mit seinen LehrerInnen gehabt,

er hat sie geliebt und nach drei Monaten Deutsch gesprochen.

Mein Großer hat ein Jahr lang Sprachkurse besucht,

als Aushilfselektriker gearbeitet und ist dann in die Berufsschule gegangen.

Ich bin nach einer Zusatzausbildung zur Objektleiterin aufgestiegen.

Meine KollegInnen kommen aus Ungarn, der Türkei, Serbien, Rumänien, Kroatien und Albanien.

Ich liebe das Arbeiten mit verschiedenen Menschen

und es ist mir total egal, woher sie stammen.

Seitdem wir uns in Wiener Neustadt ein Haus gekauft haben,

fühle ich mich in Österreich richtig daheim.

Meine Söhne arbeiten hier.

Mein Bruder und unsere Mutter sind auch da.

Ich vermisse nichts aus Rumänien.

Am Anfang habe ich das Gefühl gehabt,

in Österreich nicht akzeptiert zu werden,

aber das hat sich geändert,

als ich die Sprache gesprochen habe.

Die Firma, für die ich arbeite, ist wie eine große Familie,

auch mein Mann und meine Söhne haben eine gute Arbeit als Elektriker.

Ich möchte gesund bleiben und die Kraft haben, bis zur Pension weiterzuarbeiten.

Das wünsche ich auch meinen Söhnen und im Allgemeinen allen Menschen. Dass es ihnen gut geht.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

CARLOS PIÑAS - Muttersprachlicher Englischlehrer im Erich Fried Gymnasium und Journalist

CARLOS PIÑAS – Muttersprachlicher Englischlehrer im Erich Fried Gymnasium und Journalist

 

Mein Vater ist Spanier

und ist in den 50er Jahren nach Großbritannien ausgewandert,

wo er meine Mutter kennengelernt hat.

Als ich vier Jahre alt war, sind wir nach Spanien übersiedelt.

Ich habe in England studiert

und bin 2013 mit meiner Lebensgefährtin nach Wien gezogen.

In meiner Familie sind wir alle Wanderer.

Meine Geschwister leben in Australien, Argentinien und in Madrid.

Wien hat mich als Treffpunkt von jüdischer, germanischer und slawischer Kultur fasziniert.

Ich habe nicht das Gefühl,

aus einem bestimmten Ort zu stammen.

Ich lebe gerne hier, auch wenn es nicht zuhause ist.

Ich fühle mich als Europäer und bin dadurch für viele Länder offen.

Um mich wohl zu fühlen, brauche ich Freunde,

guten Wein, interessante Gespräche und Bücher.

Ich habe keinen Platz zu dem ich gehöre, oder ich finde keinen.

Es ist ein Paradox.

Wir Menschen haben immer das Bedürfnis,

wohin zu gehören aber dafür müsste ich mich für ein Land entscheiden.

Ich entscheide mich nicht.

Auf dieses Dilemma gibt es keine Antwort.

Man muss auch nicht alles klären und entscheiden.

Es gibt immer jemanden, der mich daran erinnert,

dass ich nicht 100prozentig dazu gehöre.

Immer diese Frage, woher man kommt?

Darauf folgt gleich die Kategorisierung.

Die Herausforderung ist, sich nicht kategorisieren zu lassen.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

GRAZE ODANGA - Studentin, Unternehmerin

GRAZE ODANGA – Studentin, Unternehmerin

 

Ich stamme aus Mombasa in Kenya

und habe mich während meines Biologie- und Geographie- studiums

in Kenyatta University in einen Österreicher verliebt.

2008 bin ich mit ihm nach Wien gezogen.

Vor lauter Aufregung über das viele Neue habe ich meine Einsamkeit nicht gefühlt.

Ich habe als Sprachtrainerin für Englisch,

als Fotomodell und als Englisch native speaker im Kindergarten gearbeitet.

Manche Kinder hatten noch nie eine schwarze Person gesehen.

Sie sind anfangs scheu gewesen.

Schwarze sind in Wien ein ungewohntes Bild.

Und im Kopf tragen die Menschen die Bilder von Hunger und Armut in Afrika,

wie sie sie auf den Straßenplakaten der Hilfsorganisationen sehen.

Dadurch werden wir nicht als gleichwertig wahrgenommen.

Ich möchte dieses Bild ändern und Immigranten den Weg zur Bildung erleichtern.

Deshalb habe ich in Wien ein Sprach- und Kulturinstitut eröffnet

und in Kenya einen Hilfsverein für junge Mädchen.

Nach meiner Scheidung habe ich meinen Sohn endlich nach Wien holen können.

Durch ihn wurde ich zum ersten Mal mit Rassismus konfrontiert,

als er in der Schule ausgegrenzt und schlecht behandelt worden ist.

Mittlerweile geht er auf die HTL und hat gute Freunde.

Aber nur ausländische, so wie ich.

Jedes Jahr fahren wir nach Kenya.

Das ist eine unbeschreibliche Freude für uns,

aber nach 13 Jahren in Wien, bin ich auch dort eine Ausländerin.

Am Markt sagen sie: Die Dame kennt sich nicht aus.

Wenn ich dann nach vier Wochen heimkehre nach Wien, freue ich mich.

Beide Orte sind Heimat für mich, aber keiner ganz.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

ERHAN ALTAN - Übersetzer, Essayist

ERHAN ALTAN – Übersetzer, Essayist

 

Ich bin in Istanbul geboren und mit 23 Jahren nach Wien gezogen,

auf der Suche nach etwas, von dem ich nicht wusste, was es ist.

Ich habe Deutschkurse besucht und mein Diplomstudium für Elektronik fertig gemacht.

Das Studentenheim ist mir Heimat geworden,

die meisten Freundschaften gehen darauf zurück.

Damals war ich ein Leugner des armenischen Genozids,

aber durch die Diskussionen mit meinen Freunden habe ich meine Meinung revidiert.

Es ist komisch, man leugnet, obwohl man es besser weiß.

Außer den türkischen Zeitungen hat mir anfangs nichts gefehlt.

Erst später habe ich realisiert,

dass mir die menschliche Wärme abgeht und bin durch eine depressive Phase gegangen.

Diesem Abgrund entgeht kaum ein Migrant nach der anfänglichen Euphorie.

Gegen Ausländerfeindlichkeit habe ich mich mit ausgeklügelter Sprache und Fremdwörtern gewehrt.

Mir scheint, vielen ÖsterreicherInnen wäre es am liebsten,

wenn TürkInnen weiterhin als dienende Unterklasse gehalten würden.

Bei einem Symposium der Wiener Gruppe habe ich die österreichische Poesie entdeckt

und übersetze sie seither ins Türkische.

Das schafft mir einen dritten Raum, der mich davor bewahrt,

zwischen Österreich und der Türkei gespalten zu sein.

Auf eine gewisse Weise vermitteln wir MigrantInnen

alle zwischen unserem Herkunftsland und Österreich.

Ich lebe seit 35 Jahren in Wien.

Österreich brauche ich,

weil ich hier in Ruhe aus dieser Schatztruhe der Poesie schöpfen kann.

Ohne Türkei kann ich nicht überleben,

weil ich dort Emotion und Begeisterung finde.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

JULIA BAVOUZET - Historikerin

JULIA BAVOUZET – Historikerin

 

Ich habe mein ganzes Leben in Paris verbracht.

Meine Mutter stammt aus Ungarn,

mein Vater aus Frankreich.

Ungarn ist mein geheimes Herzensland.

Ich habe alle meine Sommerferien dort verbracht.

Es ist das Land und die Sprache meiner glücklichen Kindheit,

eine Art Paradies.

Als ich 2019 hierhergekommen bin,

war Frankreich nur das Land, in dem ich lebe.

In Wien ist mir bewusst geworden,

dass ich Französin bin.

Es ist so, als hätte ich immer ein privates ungarisches

und ein soziales französisches Ich gehabt.

Ich habe Literatur

und europäische Kulturgeschichte studiert

und es war immer mein Traum,

nach Wien zu kommen,

in das Zentrum der Habsburg Monarchie,

zu der ich seit sieben Jahren forsche.

Ich wandle hier in steinernen Archiven.

Die Stadt ist viel heller und reicher als Budapest,

aber die Architektur ist gleich.

Wien ist wie die Pariser Übersetzung von Budapest.

Ich habe einen etwas folkloristischen Blick auf die WienerInnen.

Sie kommen mir in ihrer Sprache und in ihrer Kleidung sehr ländlich vor.

Und auf eine gewisse Art fühle ich mich hier auch heimisch.

Ich treffe die Freunde meiner Mutter aus ihrer Studienzeit

und in der Kirche am Hof hängt ein Votivstein,

den eine ihrer Freundinnen aufhängen hat lassen, als sie krank war.

Ihr Name in Stein gemeisselt in einer Wiener Kirche, das berührt mich.

Wien ist jetzt nicht mehr nur Teil meiner Familiengeschichte und meiner Forschung,

sondern sie ist ein lebendiger Teil meiner eigenen beruflichen Erfahrung und Zukunft geworden.

Wien gehört jetzt auch zu mir.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

ILIYA MANSOUR - Besitzer der Maß und Änderungsschneiderei Mansour

ILIYA MANSOUR – Besitzer der Maß und Änderungsschneiderei Mansour

 

Wenn du als koptischer Christ in Kairo geboren bist,

hast du keine Zukunft,

deshalb bin ich nach Wien ausgewandert.

20 von uns haben in einer kleinen Wohnung gewohnt

und 1000 Schilling pro Matratzenplatz gezahlt.

Ich habe eine Stelle in einer Schneiderei gefunden

und jeden Tag 18 Stunden gearbeitet.

Mich hat nichts anderes interessiert.

Es wäre seelisch das Ende für mich gewesen,

nach Hause zurückzugehen.

Ich habe nach ein paar Jahren eine eigene Schneiderei aufgemacht,

große Aufträge bekommen und bald an die 100 Angestellte gehabt.

Dann war ich ein erfolgreicher Mann und konnte endlich nach Ägypten auf Besuch fahren.

An Österreich gefällt mir, dass nur der Fleiß zählt.

In Ägypten hängt dein Erfolg von den Leuten ab,

die du kennst,

von deiner Religion und vom Glück.

Damals ist mir klar geworden, dass Österreich meine Heimat ist.

Ich habe gekämpft,

bis ich am 8.11.2002 endlich die Staatsbürgerschaft erhalten habe.

Leider ist die Textilbranche der EU zum Opfer gefallen,

denn wir können nicht mit den Preisen aus China konkurrieren.

Ich habe meinen Betrieb geschlossen

und hier 2006 im Alsergrund meine Schneiderei aufgemacht.

Ich bin so glücklich in Österreich,

es ist ein Geschenk Gottes,

dass ich hierher gekommen bin.

Schade dass es viele junge Österreicher gibt,

die nicht wissen,

wie gut sie es haben,

weil ihnen der Vergleich fehlt.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

AMEL IBRIŠEVIC

AMEL IBRIŠEVIC – Revierinspektor

 

Als meine Familie 1992 aus Bosnien geflüchtet ist, war ich ein Baby.

Meine Großeltern sind nach dem Krieg zurückgegangen.

Keiner verlässt freiwillig seine Heimat.

Auch die zurückgebliebenen Toten sind Teil der Familie

und für sie ein Grund zur Rückkehr gewesen.

Als ich mit sechs Jahren das erste Mal nach Bosnien gefahren bin,

bin ich so froh gewesen, dass alle meine Sprache sprechen,

dass wir alle zusammen gehören wie eine große Familie.

Sprache verbindet, es ist der Schlüssel für alles,

auch in meinem Beruf als Polizist hilft sie mir.

Sehr oft resultieren Konflikte aus Kommunikationsschwierigkeite.

Die Kinder in der Schule haben sich oft über meinen Namen lustig gemacht,

und ich hätte ihn gerne geändert.

Aber mein Vater hat gemeint,

dass er mir nur meinen Namen

und meine Religion aus unserer Heimat mitgeben hat können und hat es verboten.

Für mich ist Wien meine Heimat.

Ich träume auf Deutsch.

Meine stärkste Verbindung nach Bosnien ist meine Familie, nicht das Land.

Eine Fahne ändert sich leicht einmal,

Grenzen verschieben sich ständig,

das einzige was bleibt, sind die Menschen.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Dieses Bild wurde leider beschmiert und ich musste es abhängen.

Für manche sind Polizisten keine vollwertigen Menschen,

für andere sind es Frauen oder Schwarze.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

KAYLA BARKER - Gelernte Friseurin und Callcenteragentin

KAYLA BARKER – Gelernte Friseurin und Callcenteragentin

 

Meine Mutter ist Tschechin,

mein Vater Südafrikaner

und ich bin ich Wien aufgewachsen.

Meine Familie lebt sehr zerstreut,

es gibt für mich immer einen Grund in ein anderes Land zu fahren.

Ich fühle mich dann dort zuhause,

nicht wegen des Ortes, sondern wegen meiner Verwandten.

In dem Friseurgeschäft, in dem ich früher gearbeitet habe,

habe ich gelernt, mich auf verschiedenste Menschen einzustellen.

Ich brauche keine Heimat.

Ich bin weder Tschechin, Wienerin noch Südafrikanerin.

Ich halte es für einen Fehler, wenn man Menschen für dumm erklärt,

weil sie die Landessprache nicht sprechen.

Eine gute Freundin von mir spricht Deutsch mit Akzent

und scheint dadurch bei Prüfungen automatisch strenger beurteilt zu werden.

Dabei gibt es keinen puren Österreicher,

jeder hat irgendwo irgendwelche Wurzeln.

Es ist ziemlich dämlich, andere Menschen wegen ihrer Herkunft auszugrenzen.

Und dann bestellt man eine Pizza oder geht Kebab essen.

Es geht doch nur darum, dass wir Menschen gut miteinander auskommen

und mehr Respekt voreinander haben.

Man wird in Österreich besser angesehen,

wenn man aus den USA kommt, als wenn man aus dem Nachbarland Ungarn stammt.

Das sollte nicht so sein.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

ADAMS BODOMO - Univ. Prof. der Afrikanistik

ADAMS BODOMO – Univ. Prof. der Afrikanistik

 

Ich bin in einem Dorf in Ghana geboren

und der erste in unserer Familie, der studiert hat.

Meine Eltern waren Landwirte und haben nie eine formale Schule besucht.

In Akkra habe ich meinen Master in Linguistik gemacht.

1988 bin ich mit 29 Jahren nach Norwegen gegangen,

um mein Doktorat in Linguistik und Afrikanistik zu machen.

Im Studentenheim habe ich meinen KollegInnen

die afrikanische Kultur näher gebracht und sie mir die norwegische,

aber der Platz neben mir im Bus ist immer am längsten frei geblieben.

Dann bin ich in die U.S.A. gegangen,

um auf der Stanford Universität zu unterrichten

und 1997 als Professor nach Hong Kong.

Ich habe die Stadt sehr gemocht.

Erstaunlicherweise wurden dort Schwarze eher mit den U.S.A. assoziiert, als mit Afrika.

Ich liebe Wien.

Sie verdient den Nobelpreis für die besten öffentlichen Verkehrsmittel.

Vor sieben Jahren bin ich als der erste schwarze Professor hergekommen.

Mein Leben lang habe ich Sprachen gelernt und zwischen Kulturen vermittelt.

Migrationsrouten sind immer auch Brücken zwischen Kulturen.

Jeder Migrant ist ein kultureller Hybrid.

Für manche Menschen ist das eine Bereicherung, für andere eine Bedrohung.

Nach Ghana fahre ich jedes Jahr.

In meinem Herzen habe ich es nie verlassen

. Mein Lebensraum ist die Savanne, sogar zum Vogelgesang kehre ich heim.

Ich bin in einem abgelegenen Dorf geboren und habe so viel von der Welt gesehen.

Mehr kann ich mir nicht wünschen.

Und in die Welt habe ich das mitgebracht, was ich in meiner Familie, in meinem Dorf gelernt habe:

Menschen zu respektieren und ihnen mit Empathie zu begegnen.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff.

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

ODMAA DAMDINPUREV - Optikerin in Ausbildung

ODMAA DAMDINPUREV – Optikerin in Ausbildung

 

Ich bin in Ulan-Bator in der Mongolei geboren

und habe Buddhismus und Philosophie studiert.

2012 bin ich mit 30 Jahren nach Wien gekommen,

um die Welt kennenzulernen und weiter zu studieren.

Meine Mutter hat sich Sorgen gemacht,

weil ich noch keine Familie gegründet hatte

und ist zum Schamanen gegangen.

Er hat sie beruhigt und ihr gesagt,

dass ich 2015 eine Tochter bekommen werde.

2013 habe ich meinen Mann kennengelernt

und angefangen mit ihm zu arbeiten,

2015 sind unsere Zwillinge auf die Welt gekommen.

Ich bin als Mongolin in Österreich zu Hause.

Jedes Mal wenn ich in die Mongolei heimkehre,

freue ich mich.

Die Natur ist so mächtig

und ich fühle mich dort frei und gleichzeitig geborgen.

In der Mongolei besucht man einander ohne Termine

und wenn man eine Jurte in der Landschaft sieht,

dann geht man hin und wird selbstverständlich bewirtet.

Die ersten zwei Jahre haben die KundInnen immer nach meinem Mann gefragt,

weil sie mich als Ausländerin kaum wahrgenommen haben.

Heute kommen sie sogar zum Plaudern vorbei.

Es ist wichtig, die Sprache zu lernen und in Kontakt zu treten,

sonst bleibt man immer ein Fremder.

Man muss daran arbeiten.

Das ist die Seele der Nomadin in mir.

Die Überlebensgeschichte der Mongolen

ist eine Geschichte der ständigen Adaptierung an wechselnde Verhältnisse,

Jahreszeiten und Landschaften.

Dieser Urinstinkt liegt auch in mir und ist der Grund,

warum ich in Wien nie Schwierigkeiten hatte.

Ich bin seit achteinhalb Jahren in Österreich und lebe sehr gerne hier.

 

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Outdoor Ausstellung an Roßauer Lände Vienna Wien. Aleksandra Pawloff

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Outdoor Ausstellung an Roßauer Lände Vienna Wien. Aleksandra Pawloff

 

OLEKSII ODNOLKIN - Student der Veterinärmedizin, Leiter des International Street Workout, ISW, Trainer

OLEKSII ODNOLKIN – Student der Veterinärmedizin, Leiter des International Street Workout, ISW, Trainer

 

Ich bin in der Ukraine aufgewachsen

und habe dort nach der Musikschule mit dem Studium der Veterinärmedizin angefangen.

Damit mache ich in Wien weiter

und bin auch außerordentlicher Hörer an der MedUni Wien

mit Schwerpunkt Immunologie in der Krebsforschung.

Als ich gekommen bin,

habe ich die Sportgeräte am Donaukanal entdeckt.

Sie waren die einzigen in Wien und noch aus Holz.

Ich bin oft hergekommen und habe dadurch Leute kennen gelernt

und mein Deutsch verbessert.

Ich kann kaum von den „WienerInnen“ sprechen,

denn hier am Platz ist es egal,

woher du stammst,

ob du jung oder alt,

reich oder arm bist.

Grenzen verschwinden,

es bleiben die menschlichen Beziehungen.

Ich lebe seit Jahren ohne meine Familie.

Die Kommunikation,

der Sport und die Natur

hier helfen mir gegen die Traurigkeit.

Dieser Platz befreit meine Seele von täglichen Problemen,

wie eine Kirche.

Ich glaube an die Existenz höherer Kräfte,

aber es ist mir egal,

wie sie auf der Welt heißen.

Ein Baum ist ein Baum,

egal ob er in Wien oder in Afrika wächst.

2014 bin ich im Street Workout Europameister geworden

und wir haben mit Hilfe der Bezirksvorstehung den Sportplatz erneuert,

denn es war schon gefährlich, hier zu trainieren.

Ich hoffe, wir können für Anfänger und Profis noch mehr Geräte aufstellen,

denn die Leute hier am Platz sind Vorbild für alle anderen.

Foto und Text: Aleksandra Pawloff

Gefördert mit Mitteln Stadt Wien Kultur und des Bezirks Alsergrund.

 

„FREMD BIN ICH GEKOMMEN“ Ausstellung am Donaukanal auf der Roßauer Lände. ALEKSANDRA PAWLOFF #fremdinwien

„FREMD BIN ICH GEKOMMEN“ Ausstellung am Donaukanal auf der Roßauer Lände. ALEKSANDRA PAWLOFF #fremdinwien

 

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